Freitag, 16. Jänner 2009

Der Stein - ein Gedicht



Ich bin ein Stein.
Ich habe Leben und Tod gesehen.
Ich habe Glück erfahren, Sorge und Schmerz.
Ich lebe ein Felsenleben.
Ich bin ein Teil unserer Mutter, der Erde.
Ich habe ihr Herz an meinem schlagen gefühlt.
Ich habe ihren Schmerz gefühlt und ihre Freude.
Ich lebe ein Felsenleben.

Ich bin ein Teil unseres Vaters, des Großen Geheimnisses.
Ich habe seinen Kummer gefühlt und seine Weisheit.
Ich habe seine Geschöpfe gesehen, meine Brüder,
die Tiere, die Vögel, die redenden Flüsse und Winde,
die Bäume, alles, was im Universum ist. Ich bin mit den Sternen verwandt.

Ich kann sprechen, wenn du zu mir sprichst.
Ich werde zuhören, wenn du redest.
Ich kann dir helfen, wenn du Hilfe brauchst.
Aber verletz mich nicht, denn ich kann fühlen wie du.
Ich habe die Kraft zu heilen, doch du wirst sie erst suchen müssen.

Vielleicht denkst du, ich bin bloß ein Stein,
der in der Stille daliegt auf feuchtem Grund.
Aber das bin ich nicht, ich bin ein Teil des Lebens,
ich lebe, ich helfe denen, die mich achten.

Dancing Eagle Plume (Sioux-Indianer)


WinterWeekend

2 Kommentar(e),:

Luna hat gesagt…

Wow, das ist ein schönes Gedicht !!!
Das wird Steffen gefallen, der sammelt Steine, weil er sie mag!

Euch auch ein schönes Wochenende!

Liebe Grüße
Stefanie und die Mietzies

Jutta hat gesagt…

Auch ich schwöre auf die Kraft der Steine,habe eine Schüssel Halbedelsteine stehen und viele Armbänder.
LG Jutta